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Das Verfahren

Das Verfahren der Cyanotypie (Eisenblaudruck) geht bis in die Ursprünge der Photographie zurück und wurde bereits im Jahr 1840 von dem englischen Naturforscher Sir John Herschel zur Erzeugung dauerhafter Bilder beschrieben. Mit Hilfe von Eisensalzen und destilliertem Wasser wird eine photographische Lösung angefertigt, auf Aquarell- oder Büttenpapier aufgetragen und im Kontaktverfahren mehrere Minuten, bis zu einer Stunde durch die Sonne belichtet.
Das Ergebnis sind sehr detaillierte Bilder in preußischem Blau, die sich durch eine hohe Haltbarkeit auszeichnen.
Die ältesten erhaltenen Cyanotypien von Anna Atkins sind bereits über 150 Jahre alt und noch in sehr gutem Zustand.

Bis in das 20. Jahrhundert wurde die Cyanotypie noch als Kopierverfahren, insbesondere um Architekturpläne und Zeichnungen zu vervielfältigen genutzt, ist dann jedoch, aufgrund des zeitlichen Aufwandes durch andere Verfahren verdrängt worden.